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EU Label

LOGO_eu-energy-label

Link: http://www.stromeffizienz.de/eu-label.html 

Zielsetzung

Energie Label stellen einen wichtigen Teil der EU-Energieeffizienz-Politik dar. Mit dem EU-Label wurde eine europaweite Auszeichnung für Haushaltsgroßgeräte, sowie weitere Produktkategorien entwickelt, die dem Verbraucher ermöglicht, schnell und übersichtlich den Stromverbrauch unterschiedlicher Modelle einer Produktgruppe zu vergleichen.

Produktgruppen

• Kühlschränke und Gefriergeräte (Richtlinie 94/2/EG)

• Waschmaschinen (Richtlinie 95/12/EC & 96/89/ EG)

• Kombinierte Haushalts-Wasch-Trockenautomaten (Richtlinie 96/60/ EG)

• Elektrische Haushaltswäschetrockner (Richtlinie 95/13/ EG)

• Geschirrspüler (Richtlinie 97/17/EC & 99/19/ EG)

• Elektrobacköfen (Richtlinie 2002/40/ EG)

• Haushaltslampen (Richtlinie 98/11/ EG)

• Raumklimageräte (Richtlinie 2002/31/EG)

Vergabestelle und -kriterien

Haushaltsgroßgeräte müssen in Deutschland seit dem 1. Januar 1998 nach europäischer Vorgabe mit dem EU-Label ausgezeichnet werden. Durch die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) wurden die europäischen Richtlinien in deutsches Recht umgesetzt. Entsprechend müssen alle im Verkauf angebotenen Geräte ein solches Etikett tragen. Der Handel bezieht das Grundetikett kostenfrei beim Herstellerverband sowie den gerätespezifischen Datenstreifen vom Hersteller. Der Händler ist verantwortlich für die korrekte Kennzeichnung.

Es werden unterschiedliche Effizienzklassen von A - G zur Bewertung der Energieeffizienz des Gerätes bzw. Produktes genutzt. Ein Gerät/Produkt der Klasse A ist besonders sparsam im Gebrauch von Energie, während Geräte/Produkte der Klasse G besonders viel Energie verbrauchen. Das Label enthält darüber hinaus Informationen über weitere energie- und umweltrelevante Daten sowie Angaben zur Gebrauchstauglichkeit der Geräte/Produkte.

Anfang März 2004 wurden die bisherigen Effizienzkategorien A bis G für Kühlschränke und Gefriergeräte um zwei neue Kategorien A+ (EEI < 42) und A++ (EEI < 30) erweitert. Um das Design des Labels unverändert zu lassen, werden die neuen Kategorien nur innerhalb des schwarzen Pfeils im rechten Teil des Aufklebers dargestellt.

In Zukunft wird es Effizienzklassen bis A+++ für die sparsamsten Haushaltsprodukte geben.

Für besonders umweltfreundliche Geräte kann auf europäischer Ebene das EU-Umweltzeichen hinzugefügt werden, sofern dieses vom Rat nach Verordnung EWG Nr.880/92 vergeben wurde.

Kontrollmechanismen

Die Bundesländer sind für die Kontrolle der Kennzeichnung durch den Handel zuständig. Obwohl es keine regelmäßige Kontrolle der Einordnung in die Energieeffizienzlassen gibt, zeigen stichprobenhafte Kontrollen, dass die Markttransparenz groß genug ist, als dass hier falsche Angaben durch die Hersteller verbreitet werden.

Marktrelevanz

Die Effekte der Einführung des Energielabels für Haushaltsgroßgeräte wurden in mehreren Studien auf EU Ebene und in den Mitgliedsstaaten ermittelt. Das Label hat erheblich an der Effizienzsteigerung der Geräte mitgewirkt. Geräte der unteren Effizienzklassen sind nahezu vom Markt verschwunden, währen die Marktanteile der A-Klasse stetig steigt, und sie in einigen Ländern zur vorherrschenden Klasse gehört. In Deutschland nutzen nach eigenen Angaben 86% der Bevölkerung das EU-Label für den Einkauf. Das Grundkonzept des Labels ist so erfolgreich, dass es für weitere Kennzeichnungssysteme eingesetzt werden wird.

Die fehlende Anpassung der Energieeffizienzklassen an die technologische Entwicklung gerät allerdings zunehmend in Kritik, insbesondere bei Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen, sowie verschieden nationalen Regierungen.

Laut diesen Kritikern werden beispielsweise durch zusätzliche Energieeffizienzklassen A+/A++, statt der Anpassung der bestehenden Klassen A-G, die Glaubwürdigkeit und Transparenz des gesamten Labelinstrumentes beeinträchtigt.

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