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Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Überblick
Einsparungen CO2: 340 Tonnen/Jahr 
Die grünste Hochschule Brandenburgs mit ihren 15 Studiengängen besitzt ein sehr individuelles, dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtetes Profil. Lehre und Forschung sehen sich in der übergreifenden Zielstellung einer Zukunftsfähigkeit, dem nachhaltigen und umweltgerechten Wirtschaften besonders verpflichtet. Dies verdeutlicht sich auch in einem strukturierten Umweltmanagement, welches zur EMAS-Zertifizierung geführt wird.
Seit Februar 2007 bezieht die FH Eberswalde grünen Strom für den Standort Stadtcampus. Die hier gelieferte Strommenge beläuft sich auf insgesamt 47 % des Stromverbrauches aller Standorte der FH Eberswalde.
Am Standort Forstbotanischer Garten wurde Ende 2007 eine PV-Anlage in Betrieb genommen.
Im Waldcampus sowie Stadtcampus erfolgt die Wärmeversorgung jeweils auf Basis einer Biomasseheizung. In 2008 wird eine weitere Biomasseheizung am Standort Forstbotanischer Garten gebaut.
Die FH Eberswalde orientiert sich bei ihren Entscheidungen an der Nachhaltigkeitsstrategie der Fachhochschule und nutzt diese als roten Faden für alle Beschaffungsprozesse. Die Umweltbeauftragte wird bei allen Beschaffungsprozessen einbezogen und formuliert in Zusammenarbeit mit der Beschaffungsabteilung die umweltrelevanten Kriterien, die die zu beschaffenden Produkte (z. B. Papier, Strom, Geräte) und Dienstleistungen (Anforderungen an Reinigungsmitteln durch Ausschluss von Inhaltstoffen) erfüllen müssen; die Berücksichtigung der Lebenszykluskosten bei der Auswahl der Produkte ist Standard bei den Ausschreibungs- und Auswahlprozeduren. Es werden zielgerichtet Kriterien unterschiedlicher Label für die verschiedenen Produkte berücksichtigt.
An allen Computerarbeitsplätzen sind abschaltbare Steckerleisten im Einsatz. Es ist ein zentrales Stromsparmanagement an den Computerpools der Studenten eingeführt worden.
Angaben zur Institution
| Name der Organisation: | Fachhochschule Eberswalde |
|---|---|
| Adresse: | Friedrich-Ebert-Straße 28 16225 Eberswalde |
| Bundesland: |
Brandenburg |
| Ansprechpartner: | Kerstin Kräusche |
| Position: | Umweltmanagerin |
| Telefon: | +49 3334 657 154 |
| Telefax: | +49 3334 657 142 |
| E-Mail: | kkraeusche@hnee.de |
| Website: | www.hnee.de |
| Anzahl der Angestellten: | ca. 50 Hochschullehrer/innen; rd. 1.600 Studierende |
Organisation des Beschaffungswesens
Die Beschaffung erfolgt zentral für alle Güter und Dienstleistungen. Dafür werden jeweils Umweltkriterien formuliert. Nur für Drittmittelprojekte erfolgt die Beschaffung nicht immer zentral. Es gibt zentrale Richtlinien zur Beschaffung, die festlegen, dass Aspekte zum Umweltschutz und zur Energieeffizienz bei der Beschaffung beachtet werden. Die Beschaffungsrichtlinien werden in Zukunft um entsprechende produktspezifische Kriterien ergänzt.
Die FH Eberwalde formuliert in alle Ausschreibungen bzw. Angebotsaufforderungen „Die Fachhochschule Eberswalde strebt im Rahmen ihres Umweltmanagements eine Zertifizierung nach EMAS an. Daher werden in alle Prozesse Umweltaspekte einbezogen, auch in die Beschaffung."
Die FH Eberswalde hat für den Standort Stadtcampus im Jahr 2006 die Stromversogung für den Zeitraum ab 2007 neu ausgeschrieben. Sie orientierte sich bei der Ausschreibung an den Erfahrungen des BMU zur Beschaffung von grünem Strom. Der gelieferte Stom erfüllt die Kriterien de o.k. Labels. Der Lieferant LichtBlick verzichtet vollständig auf Strom aus Atom-, Kohle- oder Ölkraftwerken. Im Lieferzeitraum 2007 - 2008 stammt der von LichtBlick gelieferte Strom zu 100 % aus regenerativer Erzeugung (Wasser- und Biomassekraftwerke sowie Bezug nach dem Erbeuerbare-Energien-Gesetz - EEG).
Erfolg
Der Bezug von Ökostrom der Firma Lichtblick garantiert, dass Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien liefert. Es wird garantiert, dass mindestens ein Drittel der gelieferten Strommenge in neugebauten, umweltschonenden Kraftswerken erzeugt wird, die nicht älter als 6 Jahre sind. Ferner wird garantiert, dass ein zusätzlicher Umweltnutzen gegenüber der staatlichen Umweltwirkung (z. B. das EEG) im Umfang von mindestens einem Drittel der verkauften Strommenge erreicht wird.
Bei der Bewertung der CO2-Bilanz der FH Eberswalde fließt die CO2-Minderung von Alt- wie Neuanlagen gleichermaßen ein. Daraus folgt, dass durch den Bezug von Ökostrom jährlich 340 t CO2 eingespart werden.
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