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Kreis Warendorf
Überblick
Im Rahmen einer aktuellen Klimaschutzinitiative hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgase und CO2-Emissionen bis 2020 um bis zu 40% unter das Niveau von 1990 zu senken. Aus dieser Initiative heraus fördert die Bundesregierung seit Mitte 2008 die Erstellung von kommunalen Klimaschutzkonzepten sowie die nachfolgende Beratung bei deren Umsetzung zur Anwendung klimaschützender Maßnahmen in sozialen und öffentlichen Institutionen. Die Stadt Warendorf will den ansteigenden Energiekosten sowie dem voranschreitenden globalen Klimawandel mit nachhaltigen Maßnahmen entgegentreten. Aus diesem Grund hat die Stadt Warendorf die Erstellung eines Teilkonzeptes zum Klimaschutz für ihre energierelevanten Gebäude beschlossen, um eine Stärkung der öffentlichen Energieeffizienz und eine Senkung der Energieverbräuche und –kosten sowie eine damit einhergehende Senkung der CO2-Emissionen der öffentlichen Liegenschaften zu erzielen.
Zudem will die Stadt Warendorf die Themen "Klimaschutz und Energieeinsparung" noch gezielter angehen als bisher. Die notwendigen Instrumente dazu erhält die Verwaltung durch ihre Bewerbung um den "European Energy Award" (eea). Mit dem Ratsbeschluss vom 8. Mai 2008 hat die Stadt Warendorf den Weg für ihre Bewerbung um den European Energy Award geebnet.
Angaben zur Institution
Adresse: Waldenburger Straße 2, 48231 Warendorf
Einwohner: 281.184
Ansprechpartner/in: Frau Mareen König
Position: Haupt- und Personalamt
Telefon: +4902581-531031
Telefax: +4902581-531099
E-Mail: Mareen.Koenig@kreis-warendorf.de
Website: www.kreis-warendorf.de
Anzahl der Angestellten: 828
Organisation des Beschaffungswesens
Seit 15 Jahren wird im Kreis Warendorf konsequentes Energiemanagement für die kommunalen Gebäude umgesetzt und es werden regelmäßig Energieberichte erstellt und veröffentlicht (zuletzt 2008 veröffentlicht). Verglichen mit den Verbrauchswerten für Wärme, Strom und Wasser vor der Einführung des Energiemanagements werden heute ausgezeichnete Werte erreicht.
Bei Sanierungen werden regelmäßig energiesparende Maßnahmen umgesetzt, die über dem erforderlichen Standard liegen. Bemerkenswert sind auch die regelmäßigen Schulungen der Hausmeister, die erfahrungsgemäß eine wesentliche Voraussetzung zum Erreichen niedriger Energieverbräuche sind.
Der Kreis Warendorf hat Richtlinien zur umweltfreundlichen Beschaffung sowie ökologische Regelungen bezüglich der Dienstreisen eingeführt.
Erfolg
Der Kreis Warendorf hat sich im Energiebereich, besonders beim Energiemanagement seiner Gebäude, bereits seit mehr als 10 Jahren stark engagiert. Seit längerem werden verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs der Liegenschaften umgesetzt und regelmäßig Energieberichte erstellt und veröffentlicht. Seitens der Kommunalbetriebe gfw, AWG und RVM wurden ebenfalls bereits vielfältige Aktivitäten umgesetzt. Ein gutes Beispiel ist die Energieberatung der gfw. Des Weiteren wird die größte Photovoltaikanlage des Kreises mit 2.360 m² Kollektorfläche von der AWG auf dem Betriebsgelände in Ennigerloh betrieben.
Die Stromerzeugung der Photovoltaikanlage der AWG entspricht dem Strombedarf der Liegenschaften des Kreises (ohne Heizstrom) zu 10 %. Eigene Photovoltaikanlagen besitzt der Kreis Warendorf derzeit noch nicht. Im Zuge der Fassadensanierung am Berufskolleg Beckum sind allerdings bereits sechs fassadenintegrierte Photovoltaikfelder mit einer Leistung von 16,7 kWp, einer Fläche von 173 m² und einer Jahresstromproduktion von 14.000 kWh in Bau.

