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20.07.2010

WKÖ bekennt sich zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung: Qualität vor Billigstpreis

Hochhauser: "Nationaler Aktionsplan schafft Anreize für Investitionen" - Best- löst Billigstbieterprinzip ab - Ausnahmeregel wahrt Geschäftschancen für KMU

"Die österreichische Wirtschaft hat sich stets zu einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung bekannt. Mit dem Nationalen Aktionsplan wird das Billigstbieter- vom Bestbieterprinzip abgelöst. Die öffentliche Hand gibt damit qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen den Vorrang vor Billigerzeugnissen", begrüßt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den heute, Dienstag, im Ministerrat beschlossenen Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Die Wirtschaft erwarte sich eine erhöhte Nachfrage bzw. das Entstehen neuer Märkte für nachhaltige Produkte.

Die Maßnahmen des Aktionsplans seien "ein wichtiger Anreiz für unsere rot-weiß-roten Unternehmen, in zukunftsweisende Technologien zu investieren", so Hochhauser. Mit dem Nationalen Aktionsplan werden erstmals konkrete Umwelt-, soziale und wirtschaftliche Kriterien für die öffentliche Auftragsvergabe in Österreich festgelegt. Seit 2002 enthält das Gesetz schon die politische Forderung nach Umwelt und Sozialkriterien, ohne diese aber zu spezifizieren. Damit blieb die Bestimmung mehr oder weniger totes Recht. Der Aktionsplan schreibt Entscheidungskriterien für 16 Beschaffungsgruppen vor, die von Reinigungsmitteln und -dienstleistungen über Möbel und Kfz bis zum Hoch- und Tiefbau reichen. Darüber hinaus soll in der öffentlichen Beschaffung das Total Cost of Ownership- Prinzip zur Anwendung kommen. Das heißt konkret, dass nicht alleine die Beschaffungskosten bewertet werden, sondern auch die Ausgaben für Gebrauch, Betrieb, Entsorgung und Recycling der Produkte.

Damit der Aktionsplan Klein- und Mittelunternehmen nicht belastet, hat sich die WKÖ in KMU-relevanten Bereichen wie der Beschaffungsgruppe Möbel erfolgreich für Ausnahmen stark gemacht: "Nicht jeder von einem Tischler hergestellte Schreibtisch muss nach den neuen Kriterien und Zertifizierungen angeschafft werden. Die Ausnahmeregel für Sonder- und Kleinstbeschaffungen wahrt die Geschäftschancen von Nahversorgern und KMU in den Regionen", betont Hochhauser.

Der Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung schaffe eine mehrfache Win-Win-Situation: "Sowohl Staat, Wirtschaftsstandort als auch die Umwelt profitieren von neuen, nachhaltigen und innovativen Produkten und Dienstleistungen im Dienste der öffentlichen Hand", so die WKÖ-Generalsekretärin abschließend.

Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100720_OTS0152/wkoe-bekennt-sich-zu-nachhaltiger-oeffentlicher-beschaffung-qualitaet-vor-billigstpreis

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